Eifel Motorradtour: Drei-Dämme-Tour

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Nordeifel / Osteifel / Vulkaneifel
Am Stausee entlang, Foto Ⓒ Thomas Hendele Fotografie, www.thomashendele.de

In den vergangenen Tagen war es ja durchaus mal „etwas wärmer“. Was eignet sich da besser als ein paar Staudämme bzw. -anlagen in die Routenplanung mit aufzunehmen…

Wir starten unsere Track-Aufzeichnung an der Abfahrt Grafschaft-Ringen an der A61 und fahren zunächst über Oeverich nach Meckenheim, um im weiteren Verlauf über diverse Dörfer an Rheinbach vorbei in Richtung Euskirchen zu fahren.

Ortsausgang von Enzen

Besonders gefällt uns die Strecke von Wisskirchen über Enzen nach Werfen und anschließend weiter in Richtung Heimbach.

Unterwegs im Euskirchener Land

Auch wenn es zunächst flach ist, die Weitsichten und die Farben unterwegs bei dem schönen Wetter tun einfach gut.

Unterwegs in Richtung Heimbach

Zum Zeitpunkt dieser Tour haben wir noch Hochsommer, kommen uns aber irgendwie vor wie im beginnenden Herbst.

Burg Hengebach in Heimbach (Bild von einer Wanderung seinerzeit)

Letztlich erreichen wir Heimbach und passieren hierbei die Burg Hengebach.

Zitat (Quelle):
Die  Höhenburg ist eine auf einem frei aus dem Rurtal aufsteigenden 216 m ü. NN hohen Bergrücken errichtete ovale Ringburganlage des 12. bis 14. Jahrhunderts. Den Kern der Anlage bildet der westliche Hof des 12. bis 13. Jahrhunderts mit der Bergfried/Palas-Kombination. Der Erweiterung des 14. Jahrhunderts gehört der östliche Teil des Burgkomplexes an. Dazu gehören der Vorhof der Burg, die Gartenanlage und der Zwinger. Auch die an der Südseite über dem Rurtal errichteten Wohngebäude, die auch zu Verteidigungszwecken eingerichtet sind, stammen aus dieser Bauphase.

Im Grunde genommen haben wir hier schon unsere erste Stauanlage zumindest in greifbarer Nähe passiert: die Stauanlage Heimbach mit einem Stauraum von etwa 1,21 Millionen m³.

Rurtalsperre Schwammenauel

Wir fahren nunmehr hinauf zur Rurtalsperre Schwammenauel und stellen fest, dass der Wasserpegel sichtbar gesunken ist (2018).

Zitat (Quelle):
Die Rurtalsperre Schwammenauel ist eine 77,4 m hohe, seit 1938 existierende Talsperre im Südwestteil von Nordrhein-Westfalen, die die Rur zum 7,83 km² großen Rurstausee (auch: Rursee) aufstaut.
Der durch die Rurtalsperre Schwammenauel aufgestaute Rurstausee hat mit Vorsperre Obersee ein Volumen von 203,2 Mio. m³ Stauraum und ist, nach dem Bleilochstausee (Thüringen) und vor dem Edersee (Hessen), der volumenmäßig zweitgrößte Stausee Deutschlands.

Blick auf einen Teil des Rurstausees

Unterhalb vom Kermeter und für uns auf der Fahrstrecke nicht sichtbar findet sich die Urfttalsperre, welche sich im Nationalpark Eifel befindet.

Urftstaumauer – Bild von einer Wanderung bei Vogelsang

Zitat (Quelle):
Die Urfttalsperre in der Nordeifel ist eine 58,5 m hohe, 226 m lange und von 1900 bis 1905 errichtete Staumauer im Südwestteil des nordrhein-westfälischen Kreises Euskirchen, welche die Urft zum 2,16 km² großen Urftstausee (Urftsee) aufstaut.

Urftstausee

Der Stauraum beträgt etwa 45,5 Millionen m³.

Über Gemünd, Olef und Schleiden fahren wir nun nach Hellenthal und dort an den Parkplatz der Oleftalsperre.

Staumauer Oleftalsperre

Zitat (Quelle):
Die Oleftalsperre wurde zwischen 1954 und 1959 gebaut. Sie dient dem Schutz der umliegenden Gemeinden vor Hochwasser und zur Trinkwassergewinnung durch das Wasserwerk Oleftal in Hellental. 1962–1965 wurde die 1. Verstärkung gebaut. 1965 wurde das Tal erstmals vollständig mit Wasser gefüllt und damit die Stauanlage offiziell eröffnet. Es folgte 1982–1986 eine weitere Verstärkung. Die zweimaligen Verstärkungen waren erforderlich, weil durch Zwängungen, Temperaturen und Schwinden des Betons größere Eigenspannungen als vorhergesehen und demzufolge Risse auftraten. Die zunächst offene Luftseite wurde verschlossen, um die Temperaturunterschiede zu begrenzen. Die Staumauer ist in Pfeilerzellenbauweise aus Beton geführt und gilt bis heute als einmalig in der Bundesrepublik.

Blick von der Staumauer – nach einer kurzen Wanderung

Eine kurze Überlegung am Fuß der Staumauer und wir folgen dem Aufstieg auf selbige, um hier einen kurzen Blick in die Umgebung zu werfen.

Bei Temperaturen weit über 30 Grad Celsius eher keine „Wanderempfehlung“ in Schutzkleidung.

Fußweg zur Burgruine

Über Rescheid und Berg fahren wir nun an die Stauanlage Kronenburg, oder besser gesagt: hinauf zur Burgruine Kronenburg.

Wirklich schön dort

Noch ein kleiner Aufstieg und wir sind an der Ruine angelangt.

Zitat (Quelle):
Der Burgort Kronenburg verdankt seine Entstehung seiner günstigen strategischen Lage über dem Oberen Kylltal.

Kronenburg wurden erstmals im Jahre 1277 in einer Urkunde der Reichsabtei Stablo-Malmedy erwähnt. Zu dieser Zeit wurde Kronenburg vom Rittergeschlecht der Edlen von Dollendorf beherrscht. Kurzzeitig entwickelte sich ab 1327 eine eigenständige Kronenburger Linie. Als schließlich Ritter Peter von Kronenburg im Jahre 1414 ohne männliche Nachkommen starb, kam die Herrschaft Kronenburg in den Besitz der Grafen von Manderscheid.

Unter Karl V. fiel Kronenburg 1555 wegen seiner Zugehörigkeit zum Herzogtum Luxemburg bis zum Jahre 1715 unter spanische Herrschaft. Aus diesem Grund wird die ehemalige spanische Insel in der Eifel noch heute als „Spanisches Ländchen“ bezeichnet. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde Kronenburg von Pestepidemien heimgesucht, die bis 1680 andauerten.

1794 wurde Kronenburg von den Franzosen besetzt, unter deren Herrschaft der Ort als Kantonalhauptort im Departement der Ourthe fungierte. Im Zuge der Neuaufteilung Mitteleuropas nach der Niederlage Napoleons gelangte Kronenburg als Exklave zunächst an das Haus Mecklenburg-Strelitz und erst durch Tausch bzw. eine Abschlagszahlung 1819 an Preußen.

In der Mitte des 18. Jahrhunderts verfiel die Burg. Das Burghaus wurde während der Franzosenzeit privat veräußert.

Blick von der Ruine auf den Kronenburger See.

Von dem Plateau der Ruine schauen wir auf die Stauanlage Kronenburg hinab.

Zitat (Quelle):
Die Stauanlage Kronenburg (Kronenburger See) wurde in den Jahren 1973–1979 als Hochwasserrückhaltebecken zum Schutz vor den Hochwassern der Kyll und Taubkyll gebaut und 1976 in Betrieb genommen. Der See mit einer Wasserfläche von rund 27 ha liegt überwiegend in Kronenburg. Der Stausee ist eine bundesländerübergreifende Talsperre; ein kleiner Teil von ihr liegt in Rheinland-Pfalz.

Ein letzter Blick auf dieser Rundtour

Anschließend geht es mit einem Schlenker nach Stadtkyll und weiter nach Jünkerath.

Es folgen die Ortschaften Esch, Waldorf, Ripsdorf und Ahrdorf, wobei wir wenig später scharf links hinauf nach Dorsel fahren.

Kurze Fotorast hinter Dorsel

Wir fahren nun auf Aremberg zu …

Aremberg voraus

… und fahren kurz zuvor rechts hinab nach Antweiler. 

So geht es nun entlang der Ahr vorbei an Fuchshoven nach Schuld.

Blick hinab von einer Kanzel auf den Ort Schuld

Vorbei an Dümpelfeld und Hönningen geht es nun nach Altenahr, wo wir in einen weiteren Teil des Ahrtales fahren und im weiteren Verlauf an Dernau vorbei in Bad Neuenahr angelangen.

Über den Zubringer A573 geht es zur A61, wo wir die Aufzeichnung dieser Route beenden.


Wenn Ihr Lust habt, diese Tour nachzufahren oder einen eigenen Track zu basteln, so findet Ihr die Vorlage hierzu – nebst Übersichtskarte – bei Outdooractive zum herunterladen.

2 Kommentare

  1. Armin Haiplik sagt

    So kommt man aussem Trott raus 😉
    Der größte Teil der Tour, Heimbach, Schleiden und Schuld, ist mein Hauptgebiet in der Eifel. Nu werd ich kommenden Wochenende mal die Tour fahren, außer Schwammenauel hab ich mir die Staumauern gar nicht angesehen. „Nachsitzen“ quasi 😉

    Vielen Dank und viele Grüße
    Armin

  2. Eifel Motorrad sagt

    Hallo Armin,
    dann hoffen wir, dass Du auch Spaß an dieser Runde haben wirst.
    Wir wünschen Dir eine gute Fahrt und viele positive Eindrücke.
    DLzG: Mungo

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