Eifel Motorradtour: Kloster, Burg und Bergwerk

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Nordeifel / Osteifel
Foto Ⓒ Thomas Hendele Fotografie, www.thomashendele.de

An diesem Tag stand die letzte Tour vor der ersten Inspektion an und sie durfte nicht länger als 250 km werden. Für den Nachmittag war ebenso Gewitter gemeldet. Also flux am Morgen ab auf das Motorrad und hinein in einen Teil der Eifel…

Hilberath - Tor zur Eifel

Hilberath – Tor zur Eifel

Wir verlassen hierfür die Autobahn 61 am Kreuz Meckenheim in Richtung Adenau – so, als wenn wir weiter zum Nürburgring fahren wollten. Jedoch fahren wir an der ersten Ausfahrt nach Gelsdorf und hier links nach Meckenheim-Altendorf.

Unser Weg führt uns nämlich kurze Zeit später links den „Berg“ hinauf, wo wir in Hilberath das obligatorische Foto am „Tor zur Eifel“ schießen.

Anders, als es die Ausrichtung des Motorrades vermuten lässt, fahren wir in die andere Richtung und biegen nach kurzer Fahrstrecke wiederum links ab – diesmal nach Berg.

Richtung Scheuren

Richtung Scheuren

In Freisheim biegen wir rechts in Richtung Houverath ab und machen eine weitere kurze Pause. um die Landschaft mitsamt Motorrad abzubilden.

Unterwegs

Unterwegs

Das Wetter ist uns wohlgesonnen – es ist auch nicht zu warm mit etwa 20 Grad.

Bad Münstereifel

Bad Münstereifel

Vorbei an Wald fahren wir auf den Kreisel zu. Links geht es zum Radioteleskop und gerade aus runter nach Mahlberg.

Wir halten uns rechts nach Bad Münstereifel und fahren in den Ort selbst hinein. Anschließend geht es für ein kurzes Stück in Richtung Euskirchen, wobei wir jedoch bei Iversheim links und direkt wieder links nach Eschweiler abbiegen. Übrigens: mit wunderbaren Aussichten.

Astropeiler Stockert

Astropeiler Stockert

Da wir schon länger nicht mehr am Astropeiler Stockert waren, fahren wir das kurze Wegstück zwischen dem Golfplatz hinauf, um direkt auf dem Gelände zu parken.

Zitat: „Auf dem Stockert wurde 1955 bis 1956 mit dem Astropeiler Stockert (auch Radio-Sternwarte Stockert genannt) Deutschlands erstes Radioteleskop errichtet. Es wurde am 17. September 1956 eingeweiht. Der Teleskopspiegel hat 25 m Durchmesser und wiegt 90 Tonnen. Seit 1999 steht die Anlage als Industriedenkmal unter Denkmalschutz. Eigentümer ist seit 2005 die NRW-Stiftung. Betreut wird die Anlage von einem örtlichen Förderverein. “ [Quelle]

Mechernich

Mechernich

Wir fahren den Abstecher zurück nach Eschweiler, biegen aber direkt links ab, um anschließend nach Mechernich selbst zu fahren. Mittig im Ort biegen wir links ab und passieren hierbei das Besucherbergwerk Grube Günnersdorf.

Bild von einer Führung

Bild von einer Führung

Zitat: „Die Grube Günnersdorf des Bergbaumuseums Mechernich liegt an einem ca. 60 km langen „Streifen“ (Bleialf-Rescheid-Mechernicher Gangzug) von Bleierzvorkommen in der Eifel, an dem – von Südwest nach Nordost – sechs Bergwerke tätig waren: Reuland auf belgischem Boden, Bleialf (Mühlenberger Stollen), Hellenthal (Grube Wohlfahrt), Schmidtheim (Grube Silberberg), Kall (Grube Tanzberg) und die Grube Günnersdorf. Mit der Schließung der Grube Günnersdorf im Jahre 1957 endete der Bleierzbergbau in der Eifel; aber noch heute liegen rund um das Bergbaumuseum Mechernich (Grube Günnersdorf) die größten Bleierzvorkommen Europas. Sie machen etwa 5 % des weltweiten Vorkommens aus, werden aber aus Kostengründen nicht weiter abgebaut. “ [Quelle]

Weiter geht es über Vollem und Kallmuth in Richtung Dottel und weiter nach Urft.

Ausweichsitz NRW (Museum)

Ausweichsitz NRW (Museum)

Auf unserem Weg zum Kloster Steinfeld passieren wir übrigens den oberhalb unserer Fahrstrecke im Wald gelegenen ehemaligen Ausweichsitz der Landesregierung NRW.

Zitat: „Der Ausweichsitz Nordrhein-Westfalen war ein geheimer Atombunker in Kall-Urft im Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen. Bei einem Atomkrieg sollten darin der Ministerpräsident, der Innen- und der Justizminister sowie 200 Experten Schutz suchen und die Regierungsgeschäfte weiterführen. Gegenüber der Bevölkerung der umliegenden Ortschaften wurde dessen Funktion mit dem Namen Warnamt Eifel verschleiert. Mit den Planungen wurde 1962 begonnen. Der Komplex ist etwa 1.000 m² groß, er misst 35 × 29 × 16,2 Meter. Der Eingang befindet sich getarnt in einer Doppelgarage eines „zivilen“ Wohnhauses am Ortsrand von Urft. Der Bunker wurde zu Betriebszeiten stets geheim gehalten. Den Bewohnern der Umgebung wurde erklärt, es handele sich um ein Wasserwerk oder um ein Warnamt. Als Tarnmaßnahme wurden die an der Oberfläche befindlichen Teile grün gestrichen bzw. mit Rollrasen abgedeckt und anschließend mit Bäumen bepflanzt. Im Jahre 1993 wurde der Bunker aufgegeben und an einen privaten Eigentümer, den Schwiegersohn des Bunker-Hausmeisters, verkauft. Eine Besichtigung des im Ursprungszustand erhaltenen Bunkers, welcher heute eine Dokumentationsstätte ist, ist nach Voranmeldung möglich.“ [Quelle]

Kloster Steinfeld

Kloster Steinfeld

Wir fahren die Kehren hinauf zum Kloster Steinfeld.

Zitat: „Kloster Steinfeld ist eine ehemalige Prämonstratenserabtei mit einer bedeutenden Basilika aus dem frühen 12. Jahrhundert. Die Klosteranlage befindet sich seit 1923 im Besitz des Salvatorianerordens.
Obwohl die Anfänge des Klosters bis circa 920 zurückreichen, erfolgte die erste klösterliche Niederlassung in Steinfeld 1070. 1130 wurde es von Prämonstratensern übernommen. Das Kloster wurde ein bedeutendes kirchliches Zentrum im deutschen Reich und hatte zahlreiche Tochterniederlassungen in Europa. 1184 bekam das Kloster Steinfeld den Status einer Abtei. Im Jahre 1200 wurde auf Bitte des Grafen Heinrich III. von Sayn  ein neuer Konvent gebildet und in das neu gestiftete Kloster Sayn entsandt. Die durchgehende Reihe von 44 Äbten wurde erst 1802 durch die Säkularisation beendet. Danach diente die Anlage verschiedenen weltlichen Zwecken, die Basilika wurde als Pfarrkirche weiter genutzt. Die Anlage wurde 1923 von den Salvatorianern als Kloster übernommen, die das Hermann-Josef-Kolleg Steinfeld, ein Gymnasium sowie die private Kunstakademie Kloster Steinfeld und das Franziskus-Jordan-Gästehaus unterhielten. Nachdem der Orden bereits zum Ende des Schuljahres 2011/2012 das Internat schließen wollte, konnte dies durch eine Elterninitiative abgewendet werden. Doch die verbleibenden 15 Schüler reichten nicht aus, und das Internat wurde endgültig zum Ende des Schuljahres 2012/2013 geschlossen.“ [Quelle]

Hinweisschild Wildenburg (aus der anderen Richtung gesehen)

Hinweisschild Wildenburg (aus der anderen Richtung gesehen)

Über Benenberg geht es nun zur Wildenburg, wo wir es endlich einmal schaffen, einen Parkplatz zu bekommen. Dies müssen wir natürlich dann auch ausnutzen.

Vor dem Ort in der Kurve

Vor dem Ort in der Kurve

Zitat: „Die Burg Wildenburg wurde zwischen 1202 und 1235 erbaut und ist eine der wenigen Eifeler Höhenburgen, die nicht durch Kriegseinwirkung oder Abriss zerstört worden sind. Sie war Mittelpunkt einer Herrschaft, die sich im Westen bis an die heutige belgische Grenze und im Osten bis vor die Tore der Abtei Steinfeld erstreckte. Wie schon im Mittelalter ist der Ort nur über eine einzige Straße zu erreichen, die heutige Landesstraße 22, welche vom Tal des Reifferscheider Baches über Steinfeld ins Tal der Urft führt.“ [Quelle]

Wildenburg

Wildenburg

Zitat (Quelle wie zuvor): „Ab Ende des 12. Jahrhunderts übten die Dynasten von Reifferscheid die Herrschaft im Gebiet um die Wildenburg aus. Von diesen zweigte zwischen 1202 und 1235 die Linie von Wildenberg ab. Die Herren von Wildenberg verfügten neben ihrem Kernland über Fernbesitz an Rhein und Mosel, im Hunsrück und an anderen Orten der Eifel. Sie unterhielten gute Beziehungen zu Ihren Nachbarn, wie etwa den Herzögen von Limburg, den Grafen von Jülich, von Sponheim und den Erzbischöfen von Köln. Die Linie starb 1328 im Mannesstamm aus, die Herrschaft Wildenberg und andere Besitzungen nördlich der Mosel fielen an die Grafen von Jülich, die Burg wurde zu einer Jülicher Unterherrschaft. 1715 erwarben die Äbte von Steinfeld die Herrschaft und bauten das Burghaus im Jahr 1717 zur Kirche um. 1794 erfolgte der Einmarsch der französischen Revolutionstruppen. Die Hauptburg wurde französisches Nationaleigentum, entging aber der Versteigerung, weil sie der 1803 neu gegründeten Pfarrei als Kirche und Pfarrhaus überlassen wurde. „

Wildenburg

Wildenburg

Wir „lustwandeln“ über das Gelände …

Alte Moto Guzzi

Alte Moto Guzzi

… und finden hier sogar noch eine alte Moto Guzzi.

Richtung Tondorf

Richtung Tondorf

Da die Fernsichten hier fantastisch sind, können wir das nahende Gewitter in der Ferne erkennen. So leiten wir vorsichtshalber den Rückweg ein und fahren hierzu in Richtung Tondorf.

Rupperath

Rupperath – Bild von einer früheren Wanderung

Der Weg führt uns zwar ein Teil des Weges nunmehr in Richtung Schuld, allerdings biegen wir vorher links nach Rupperath hinauf. Über Harscheid geht es nun nach Sierscheid.

Zwischen Harscheid und Sierscheid

Zwischen Harscheid und Sierscheid

Zwischen beiden Orten halten wir am Friedhof uns genießen den Blick in die Ferne, wobei wir sogar die Burg Nürburg in der Ferne erkennen können.

Mit einem letzten Blick auf Sierscheid geht es nun hinab nach Insul, weiter nach Dümpelfeld und in Richtung Altenahr.

Wir biegen auf dem Weg zum Kreuz Meckenheim rechts nach Esch ab, fahren entspannter nach Vettelhoven und anschließend Ringen, um am Innovationspark wieder auf die Autobahn zu fahren.

Wer die Tour nachfahren möchte oder vielleicht auch abändern will, findet den Track zu dieser Tour wie immer bei Outdooractive.

Fahrt bitte vorsichtig!

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