Eifel Motorradtour: Von Rhein, Mosel, Hunsrück und natürlich Eifel

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Osteifel / Vulkaneifel
Panoramastraße bei Cochem (Foto © Thomas Hendele Fotografie, www.thomashendele.de)

Bei schönstem Wetter ging es auf diese Tour, welche uns zunächst am Rhein, später an die (Eifel-)Mosel, hinauf in den Hunsrück, zurück an die Mosel und über die Eifel zurückbringen wird.

Diesmal verlassen wir die A48 bei Koblenz, um die Route anzugehen.
Auf der B9 geht es zunächst nach Boppard, wobei wir unterhalb des Schloss Stolzenfels entlang fahren.
Direkt am Ortseingang in Boppard fahren wir rechts in das Mühlental hinein, welches uns kurvenreich in die Höhe und in Richtung Mosel bringen wird.

Zwischen Rhein und Mosel

Zwischen Rhein und Mosel

Sobald der Wald sich lichtet werden wir von dieser Aussicht Nähe Udenhausen umschmeichelt.
Während wir rechts in Richtung Hunsrück schauen, …

Richtung Mosel

Richtung Mosel

… blicken wir geradeaus in Richtung Eifel.

Vorbei an Nörtershausen führt uns der Weg in vielen Kurven und später auch Kehren hinab nach Alken. Auf der Abfahrt passieren wir auch die Zufahrt zur Burg Thurant.

Burg Thurant - Bild von einem früheren Ausflug dorthin

Burg Thurant – Bild von einem früheren Ausflug dorthin

In Alken angekommen wollen wir eigentlich auf dieser Uferseite links in Richtung Brodenbach fahren.
Aufgrund eines Motorbootrennens ist diese Seite jedoch gesperrt und wir werden auf die andere Moselseite umgeleitet (so auch auf dem Track).
Es bietet sich aber an, beim Nachfahren der Tour auf der ursprünglichen Uferseite zu bleiben.

So führt uns der Weg bis nach Treis-Karden, wo wir erneut die Uferseite wechseln, durch Treis fahren und anschließend dem Hinweis zum Kloster Maria Engelport folgen.

Parkplatz am Kloster

Parkplatz am Kloster

Eine wunderbare kurvenreiche Strecke führt uns also hinauf zum Kloster, an welchem wir bislang immer vorbeigefahren sind. Diesmal wollen wir uns jedoch umschauen.

Klosterschild

Klosterschild

Zitat [Quelle]:

Das Kloster wurde um 1220 durch den Ritter Emelrich von Monreal gestiftet und von Zisterzienserinnen aus dem Kloster Kumbd besiedelt. Aufgrund mangelhafter wirtschaftlicher Unterstützung durch die Gründerfamilie wurde das Kloster schon bald wieder aufgegeben. Eine zweite Gründung erfolgte 1262 durch Philipp von Wildenburg und seine Frau Irmgard von Braunshorn. Das Ehepaar besiedelte die Neugründung mit drei ihrer Töchter und anderen Dominikanerinnen aus einem Ardennenkloster. Diese wechselten am 28. August 1272 zum Prämonstratenserorden über und wurden am 2. Oktober 1275 der Aufsicht des Abtes von Kloster Sayn unterstellt. Von dort hielt sich mit einer kurzen Ausnahme (1617–1672 kam der Prior aus Rommersdorf) ständig ein Prior und zeitweise zusätzlich ein Kaplan in Engelport auf.
Im Dreißigjährigen Krieg setzten schwedische Truppen Kloster Engelport in Brand und beschädigten es schwer. Ab 1641 ließ Meisterin Elisabeth von Metzenhausen die Wohn- und Wirtschaftsgebäude notdürftig wiederherrichten, bevor sie 1661 neu errichtet wurden. Kirche und Kreuzgang waren nicht zerstört worden.
Bis zur Besetzung durch französische Revolutionstruppen am 4. Oktober 1794 bzw. zur Aufhebung am 25. Juli 1802 befanden sich fast stets bis zu 25 Chorfrauen im Kloster Maria Engelport. Erst 1818 fanden sich Käufer für das säkularisierte Kloster. Kirche und Konventsgebäude wurden weitgehend abgerissen und ein Teil weiterhin von den Besitzern und Pächtern bewohnt, die es bis zum Verkauf an die Oblaten OMI im Jahre 1903 als landwirtschaftliches Gut nutzten.
Am 8. Dezember 2013 verließen die Oblaten Kloster Engelport. Seit dem 2. Januar 2014 bewohnen die Anbetungsschwestern des königlichen Herzens Jesu Christi das Kloster. Die Schwestern feiern die Heilige Messe und das Stundengebet in lateinischer Sprache und in der außerordentlichen Form des römischen Ritus.
Maria Engelport ist ein Wallfahrtsort, an dem die Muttergottes und ihre Mutter, die heilige Anna, verehrt werden. Außerdem gibt es eine Reliquie des heiligen Bischofs und Ordensgründers Eugen von Mazenod.

Ein Blick zurück

Ein Blick zurück

Ein letzter Blick zurück und unsere Fahrt geht ebenso kurvenreich über Mittelstrimmig nach Grenderich.
Wir beschließen, noch etwas im Hunsrück zu bleiben und fahren über Rödelhausen zum Flughafen Frankfurt-Hahn.

Richtung Hahn

Richtung Hahn

Am Rand des Flughafens machen wir eine kurze Rast.
Mit etwas Glück wollte ich das Motorrad und eine eventuell startende Maschine auf ein Foto bannen.

Am Flughafen

Am Flughafen

Die Terminalhallen sind aufgrund einer Erhebung nicht zu erkennen.
Nach etwa zehn Minuten Wartezeit gebe ich auf, verstaue wieder die Kamera, ziehe den Helm und die Handschuhe an und steige auf das Motorrad.
Ihr könnt Euch denken, was jetzt passiert.
Pech gehabt.

Über Immenach und Beuren geht es nach Longcamp, wo die nächste schöne und kurvenreiche Strecke schon auf uns wartet.
Es geht wieder hinab an die Mosel bei Bernkastel-Kues, wobei wir den Abzweig zur Burg Landshut links liegen lassen.
Wir wechseln auf die andere Uferseite und fahren hier rechts nach Traben-Trarbach.

Traben-Trarbach

Traben-Trarbach

Zeit für eine Pause.
Wir bleiben auf dieser Moselseite, fahren nach Reil und dort links hinauf, …

Kanonenbahn rechts unter uns

Kanonenbahn rechts unter uns

… um einen Blick auf die Mosel und die Kanonenbahn werfen zu können und hernach den Weg nach Bad Bertrich zu nehmen.

Zitat [Quelle]:

Als Kanonenbahn wird die militärstrategische Eisenbahnstrecke von der deutschen Hauptstadt Berlin über Güsten, Wetzlar, Koblenz und Trier nach Metz in Frankreich bezeichnet. Metz gehörte damals zu Deutschland, da nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 Frankreich das Reichsland Elsaß-Lothringen an Deutschland abtreten musste. Die Bahnstrecke entstand in der Folge, um das neue Territorium effizient an die Reichs- und preußische Hauptstadt Berlin anzubinden. Bestehende Bahnstrecken in staatlicher Hand wurden dabei mitgenutzt.

Bad Bertrich: Hinweis zur Grotte

Bad Bertrich: Hinweis zur Grotte

Grotte in unmittelbarer Nähe zur Fahrstraße

Grotte in unmittelbarer Nähe zur Fahrstraße

Kurz hinter der Elfenmühle führt links der kurze Zuweg zur Elfengrotte.

Zitat [Quelle]:

In Bad Bertrich wartet ein Naturdenkmal der besonderen Art darauf, entdeckt zu werden: die Elfengrotte, die im Volksmund auch Käsegrotte genannt wird.
Während der letzten großen Kaltzeit, der Würmzeit, die rund 115 000 bis 10 000 Jahre zurückliegt, floss die Lava der Höhenvulkane in das Üssbachtal bis zum Römerkessel und drückte sich auch in die Seitentäler bis zu einer Höhe von 21 Metern. Basaltlava hat die Eigenschaft, beim Erkalten säulig zu erstarren. Im Bereich der Käsegrotte bildeten sich im Verlaufe des Erkaltungsvorgangs Säulen, in denen sich horizontale Spannungsrisse entwickelten. Die Verwitterung der nachfolgenden Jahre setzte genau an diesen Spannungsrissen an, sodass zum Schluss ein Gebilde entstand, das aufeinander gestapelten Käselaiben gleicht.

Anschließend geht es zunächst nach Gevenich, um wenig später rechts hinab nach Cochem an der Mosel zu fahren.

Oberhalb von Cochem

Oberhalb von Cochem

In dem hinab zur Mosel führenden Straßenbereich ist die Geschwindigkeit für Motorräder auf 50 km/h begrenzt.

Reichsburg Cochem

Reichsburg Cochem

An der Reichsburg Cochem werden wir gleich unterhalb vorbeifahren und uns den Weg nach Klotten bahnen.
Wie immer ist in Cochem besuchermäßig „die Hölle los“.

In Klotten befindet sich übrigens auch das Hotel Zur Post (Mitglied im Routenteam Eifel-Motorrad).

Wir erreichen wieder Treis-Karden, biegen hier aber links ab, um über Hambuch nach Kaisersesch zu fahren.
Hier findet Ihr auch das Waldhotel Kurfürst (ebenfalls Mitglied im Routenteam Eifel-Motorrad).

Unterwegs nach Kaisersesch

Unterwegs nach Kaisersesch

Auf halber Strecke müssen wir einfach eine Fotopause einlegen.

Blick zurück

Blick zurück

Ein Blick zurück und es geht jetzt weiter nach Monreal.

Monreal - Bild eines früheren Ausfluges

Monreal – Bild eines früheren Ausfluges

An Mayen vorbei passieren wir unterhalb die Römerwarte am Katzenberg.

Römerwarte Katzenberg - Bild von einem Ausflug dorthin

Römerwarte Katzenberg – Bild von einem früheren Ausflug dorthin

Zitat [Quelle]:

Die Spätrömische Höhenbefestigung Katzenberg, auch Römerwarte Mayen genannt, ist eine römische Fliehburg aus dem 4. Jahrhundert bei Mayen.
Die auf dem Katzenberg gelegene Befestigung wurde um 300 n. Chr. errichtet, nachdem der römische Limes überrannt worden war und germanische Stämme plündernd ins Römische Reich eindrangen (Limesfall). Die Einwohner des Vicus am Ort des heutigen Mayen konnten bei Gefahr in die 1,2 Hektar große Anlage fliehen. Der Katzenberg war die größte der etwa 60 spätrömischen Höhenbefestigungen, die im Raum der Eifel und des Hunsrücks entstanden sind. Sie war etwa 70 Jahre lang in Benutzung und nach einer 30 jährigen Pause dann noch einmal bis etwa 450 n. Chr. Auf der obersten Kuppe des Berges befand sich ein kleiner Militärposten, die tiefergelegenen Freiflächen standen wohl im Alarmfall der Zivilbevölkerung zur Verfügung.

Wir sind nun an der A61 angelangt, wo wir die Aufzeichnung der Route beenden und in den heimischen Stall fahren.

—–

Den Track, eine Übersichtskarte und weitere Informationen zur Tour findet Ihr wie immer bei Outdooractive.de.

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