Eifel Motorradtour: Burg Reifferscheid und kleiner Abstecher nach Belgien

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Osteifel / Vulkaneifel
Wasserfall von Dreimühlen (Foto: www.thomashendele.de)

Am 06.08.2017 fand auf der Burg Reifferscheid (Gemeinde Hellenthal) die Veranstaltung „Kunst und Musik“ statt. Grund genug, eine Motorradtour dorthin zu planen, zumal wir noch nicht an dieser Burg gewesen sind.

Richtung Eckendorf

Richtung Eckendorf

Der Startpunkt unserer Rundfahrt liegt wieder an der Abfahrt der A61 bei Grafschaft-Ringen im Innovationspark Rheinland. Wir beschließen, diesmal nicht zu Beginn durch das Ahrtal zu fahren, sondern über Dörfer drumherum. Wir fahren demnach zunächst weg von der Autobahn nach Oeverich und dort links über Fritzdorf nach Eckendorf und weiter an den Ortsrand von MeckenheimHier befindet sich übrigens auch die Grafschafter Krautfabrik. Von dort aus steuern wir über Altendorf nach Hilberath, weiter nach Berg und über Scheuren in Richtung Mahlberg.

Richtung Hilberath

Richtung Hilberath

Am Kreisel hinter dem Ortsteil Wald können wir nun wählen: fahren wir links zum Radioteleskop Effelsberg oder rechts nach Bad Münstereifel?

Wir haben in unserer Planung zuvor bereits die Strecke hinab nach Mahlberg gewählt und fahren auf den Parkplatz am Michelsberg zu – übrigens der größten Erhebung von Bad Münstereifel.

Der Michelsberg ist seit vielen Jahrhunderten Ziel von Pilgern, die sich zur traditionellen Wallfahrt alljährlich am 29. September einfinden. Über einen Kreuzweg gelangt man zur auf dem Gipfel stehenden katholischen Kapelle St. Michael (Quelle).
Von der Kapelle links von uns, sehen wir jedoch nur die Spitze im Wald auftauchen.

Am Michelsberg

Am Michelsberg

Wir schauen uns – wie jedesmal, wenn wir hier sind – ein wenig in der wirklich schönen Gegend um und fahren anschließend durch Mahlberg durch bis nach Schönau.

Richtung Falkenberg

Richtung Falkenberg

In Schönau biegen wir nach Falkenberg ab – eine Strecke, die ich bislang noch nicht gefahren bin. Dieses relativ kurze Stück begeistert mich aber.

Kurz bevor wir den Ort Falkenberg erreichen, biegen wir jedoch rechts nach Tondorf ab. Schließlich erreichen wir den Anschluss der A1 und fahren auf der B51 weiter, um auf Höhe Blankenheimerdorf rechts auf die B258 abzubiegen. Wir passieren das Milzenhäuschen und fahren bis Krekel, um kurz dahinter die Bundesstraße links in Richtung Wildenburg zu verlassen.

An der Wildenburg

An der Wildenburg

Der Parkplatz an der Burg Wildenburg ist schon bestens gefüllt.

Die Burg wurde zwischen 1202 und 1235 erbaut und ist eine der wenigen Eifeler Höhenburgen, die nicht durch Kriegseinwirkung oder Abriss zerstört worden sind. Sie war Mittelpunkt einer Herrschaft, die sich im Westen bis an die heutige belgische Grenze und im Osten bis vor die Tore der Abtei Steinfeld erstreckte. Wie schon im Mittelalter ist der Ort nur über eine einzige Straße zu erreichen, die heutige Landesstraße 22, welche vom Tal des Reifferscheider Baches über Steinfeld ins Tal der Urft führt (Quelle).

Da die Burg Reifferscheid nicht mehr so weit entfernt ist, beschießen wir daher, an der Wildenburg vorbeizufahren. Hinter dem Ort Wiesen folgen wir dem Hinweisschild zur Burg Reifferscheid.

Eingang (Burg) Reifferscheid

Eingang (Burg) Reifferscheid

Im Ort angekommen achten wir auf die Hinweise zur Burg selbst und biegen links auf die Straße Im Tal ab, um wenig später rechts über die – wie kann es anders seinBurgstraße zum Parkplatz an der Burg selbst anzugelangen.

Durchgang

Durchgang

Die Ruine der Burg Reifferscheid steht in einer Höhe von 450 Meter über NN nahe der deutsch-belgischen Grenze zwischen Eifel und Ardennen. Ihr Name leitet sich wahrscheinlich von einem Rodungsgebiet ab, das einem Mann namens Rifhari gehörte, denn die Namen „Rifersceith“ oder „Rifheres-sceit“ bedeuten „Waldteil des Rifhari“.
Von der mittelalterlichen Höhenburg sind lediglich Reste der Umfassungsmauern, ein Torbau mit zwei flankierenden Rundtürmen und übergiebelter Durchfahrt sowie der weithin sichtbare, runde und heute weiß gestrichene Bergfried aus Bruchsteinmauerwerk erhalten.
Die Ruine ist frei zugänglich und kann besichtigt, in Teilen für private Feste auch gemietet werden. Auf ihrem Gelände findet alljährlich das „Historische Fest“ statt, das regelmäßig Tausende von Besuchern anlockt. Hier werden zum Teil alte Handwerkstechniken gezeigt und entsprechende Produkte zum Kauf angeboten (Quelle).

Innenbereich

Innenbereich

Wir sind sehr früh vor Ort und es ist noch nicht viel los.

Reifferscheid wird 1106 erstmals in der Chronica regia coloniensis unter „Riferschit“ schriftlich erwähnt. Der Inhalt der damaligen Nachricht bezog sich auf die Zerstörung der Burg durch ihren damaligen Eigentümer. Er brannte seine Burg nieder, um zu verhindern, dass sie in Feindeshand fiel (Quelle wie vor).

Treppenaufgang Bergfried

Nachträglicher Treppenaufgang Bergfried

Wir folgen dem Hinweis zum „Eifelblick“ und werden so in den Bergfried geleitet. Noch die nachträglich geschaffenen Holzstufen hinauf, um oberhalb die Aussicht zu genießen.

Teilaussicht vom Bergfried

Teilaussicht vom Bergfried

Oberhalb findet sich natürlich eine tolle Rundumsicht, wobei ich Euch hier nur einen kleinen Teil zeigen möchte. Ein wenig Spannung muss ja noch bleiben.

Direkt vom Parkplatz aus fahren wir links nach Hönningen und dort über eine tatsächliche Fahrstraße zwischen den Orten. Man hat zwar mehrfach das Gefühl, dass man gleich umdrehen muss, aber wir sind richtig.

Wir erreichen die B265 Nähe Hellenthal und biegen nun links ab, um durch Hollerath zu fahren. Der Weg führt uns parallel der Grenze nach Belgien. Am Wetterpark Weisser Stein biegen wir kurz ab und machen eine kurze Rast.

Wetterpark Weisser Stein

Wetterpark Weisser Stein

Im Gipfelbereich Weisser Stein wurde im Jahr 2011 das Ausstellungsgelände Wetterpark Weißer Stein errichtet, das neben verschiedenen Wetterstationen, einem Klimagarten, einem Phänologischen Garten und einer Ausstellungshalle auch ein Denkmal für die Opfer von Naturkatastrophen beherbergt (Quelle).

Irgendwie ist aber nicht wirklich etwas los, so dass wir an den kostenpflichtigen Parkplätzen wieder zurück zur Bundesstraße fahren.
Recht bald erreichen wir den Losheimergraben und ich entscheide spontan, die vorgeplante Route zu verlassen und nach Belgien hinein zu fahren.

HINWEIS: Was es in Belgien u. a. als Motorradfahrer zu beachten gibt, findet sich auf den Seiten des ADAC.

Grenzübergang Steinebrück

Grenzübergang Steinebrück

So fahren wir nun über Lanzerath (B) nach Atzerath (B) und genießen die wunderschöne Landschaft. In St. Vith (B) angekommen fahren wir der Grenze nach Deutschland entgegen, die wir bei Steinebrück passieren.

Unterwegs

Unterwegs

Über Winterspelt geht es nun nach Großlangenfeld bis Bleilf, wobei wir unser nächstes Ziel in Angriff nehmen: Schwarzer Mann.

Schwarzer Mann

Parkplatz Schwarzer Mann

Der Schwarze Mann bei Buchet-Halenfeld im rheinland-pfälzischen Eifelkreis Bitburg-Prüm ist mit 697,8 m ü. NHN Höhe die zweithöchste Erhebung der Schneifel. Die Umgebung ist das größte Wintersportgebiet in Rheinland-Pfalz.
Der Name Schwarze Mann hat nichts mit der Kinderschreckfigur Der Schwarze Mann zu tun, sondern mit den schwarzen Gesichtern der Bergleute beim Abbau von Bleierz im Bergwerk von Bleialf (Quelle).

Über Olzheim geht es weiter nach Stadtkyll und von dort aus über Jünkerath nach Hillesheim.

Burg Kerpen (Eifel)

Burg Kerpen (Eifel)

Der weitere Weg führt uns vorbei an der Burg Kerpen – wer möchte, kann einen Abstecher machen, muss aber einen kleinen Fußweg in Kauf nehmen.

Die genauen Anfänge der Burg Kerpen liegen im Dunkel der Geschichte. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass es sich bei ihrem Erbauer um den 1136 erstmals urkundlich erwähnten „Sigibertus de Kerpene“ oder dessen Sohn Heinrich I. (1142–1177) handelte. Ein genaues Baudatum kann bisher jedoch nicht genannt werden (Quelle).

Nohner Mühle

Nohner Mühle

Wir passieren den Parkplatz zur Nohner Mühle, der gegen frühen Nachmittag bereits hoffnungslos überfüllt ist und besondere Vorsicht beim Fahren auf der Straße erfordert.

Dreimühlen Wasserfälle

Dreimühlen Wasserfälle (Bild von einer früheren Wanderung)

Der Grund dürfte den meisten bekannt sein: in fußläufig erreichbarer Nähe befindet sich der Dreimühlenwasserfall.

Weiter geht es über Wirft und Honerath nach Adenau und über die Umgehungsstraße von Altenahr hinauf zur Kalenbornerhöhe.

Richtung Vettelhoven

Richtung Vettelhoven

Wer möchte, fährt geradeaus weiter auf die A61 / A565. Uns zieht es noch über Grafschaft-Esch und Vettelhoven zurück zum Innovationspark.

Den Track zum Herunterladen, die Übersichtskarte und einiges mehr findet Ihr wie immer auf der Outdoorplattform von Outdooractive.

2 Kommentare

    • Eifel Motorrad sagt

      Hallo, den Track findest du auf outdooractive (Link im Blogpost ganz unten). Viele Grüße, dein „Routenteam Eifel Motorrad“

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