Eifel Motorradtour: Burgen, Ruinen und See

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Osteifel
Römervilla in Bad Neuenahr-Ahrweiler (Foto: www.thomashendele.de)

Ausnahmeweise war ich bei dieser Tour einmal alleine unterwegs und habe das kürzere Zeitfenster ausgenutzt, um eine weitere Tour in der Eifel zu unternehmen. So ging es über Effelsberg zum Flugplatz Wershofen, weiter bis nach Bad Münstereifel und an der Steinbachtalsperre vorbei zurück.

Ich verlasse die A61 und fahre über die A573 nach Bad Neuenahr, um von dort entlang der Ahr weiterzufahren.

Römervilla Walporzheim

Römervilla Walporzheim

So passiere ich zunächst die Römervilla. Wer hinter diesem Komplex rechts fährt, gelangt dann auch zur Dokumentationsstätte Regierungsbunker.

Dokumentationsstätte Regierungsbunker

Dokumentationsstätte Regierungsbunker

Kurze Zeit später mache ich einen kleinen Abstecher zur Klosterruine Marienthal.

Keimzelle des Weilers war das 1137 von den im benachbarten Mayschoß residierenden Grafen von Saffenburg gestiftetes Augustinerinnenkloster „Mariae vallis“. Besiedelt wurde es mit Nonnen aus dem Klosterrather Mutterhaus in den heutigen Niederlanden. Nach spärlichen Hinweisen in den Klosterrather Annalen unterhielten die ca. 40 Augustinerinnen in diesem ältesten Kloster des Ahrtals sieben Werkstätten, eine Brennerei, eine Bäckerei und ein Gästehaus.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Kloster 1632 von schwedischen Truppen und 1646 durch Franzosen geplündert und beschädigt. Im Anfang des 18. Jahrhunderts wurde das Kloster wieder aufgebaut. Nach der Besetzung des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen (1792) flohen die Nonnen 1793. Im Jahre 1801 wurde das Kloster durch den französischen Staat endgültig aufgehoben, die Klostergebäude und Besitzungen wurden 1811 durch die französische Regierung auf Abbruch versteigert. Erhalten ist die Kirche als Ruine (Quelle).

Klosterruine Marienthal

Klosterruine Marienthal

Zurück auf der Strecke an der Ahr geht es nun weiter in Richtung Altenahr, wobei ich wie immer die Aussicht auf die Burgruine Saffenburg genieße.

Ruine Saffenburg

Ruine Saffenburg

Noch schnell – nein, eher langsam – durch Altenahr hindurch und später rechts an der Burg Kreuzberg vorbei in das Sahrbachtal hinein.

Burg Kreuzberg

Burg Kreuzberg

Das nächste Ziel ist schnell gefunden: das Radioteleskop Effelsberg.

Radioteleskop Effelsberg

Radioteleskop Effelsberg

Am folgenden Kreisel geht es nun links hinab nach Mahlberg, wobei ich den Michelsberg passiere. Hier befindet sich auch abseits der Straße linkerhand die Kapelle St. Michael.

Kapelle St. Michael - Bild von einer Wanderung

Kapelle St. Michael – Bild von einer Wanderung

Über Mahlberg geht es nun zum Flugplatz Wershofen, wo ich eine kurze Rast einlege und den startenden Motorflugzeugen beim Ziehen der Segelflugzeuge zuschaue.

Gegenüber dem Landeplatz in Wershofen

Gegenüber dem Landeplatz in Wershofen

Was für eine herrliche Landschaft!

Der Flugplatz Wershofen wurde in den Kriegsjahren vom Reichsarbeitsdienst gerodet und drainiert, um als Notlandeplatz zu dienen. Als solcher wurde er bis auf die Notlandung einer Bf 109 allerdings nie benutzt.
Nach dem Krieg flog die im Jahr 1952 gegründete Segelfluggruppe Wershofen zunächst auf einem Fluggelände östlich der Ortschaft Wershofen, bevor das Gelände Auf’m Grööne Waasem als Segelfluggelände zugelassen wurde.
Im Jahr 1993 erfolgte die Zulassung als Sonderlandeplatz. Nach Abschluss eines Flurbereinigungsverfahrens im Jahr 2004 befindet sich der Flugplatz vollständig im Besitz der Segelfluggruppe Wershofen (Quelle).

Richtung Rohr

Richtung Ohlenhard

Weiter geht es vorbei an Ohlenhard fast zum Freilinger See, wobei ich jedoch zuvor rechts abbiege und weiter in Richtung Bad Münstereifel fahre.

Richtung Bad Münstereifel

Richtung Bad Münstereifel

Ich genieße diese Aussichten jedes Mal. Da geht einem doch das Herz auf.

Römische Kalkbrennerei Iversheim

Römische Kalkbrennerei Iversheim (Bild einer früheren Tour)

Ich fahre am Ortsrand von Bad Münstereifel weiter nach Iversheim. Hier befindet sich auf der rechten Seite Fahrtrichtung Euskirchen die Römische Kalkbrennerei, der ich seinerzeit schon einmal einen Besuch abgestattet habe.

Ich fahre weiter in grobe Richtung Euskirchen, biege aber zuvor zur Steinbachtalsperre ab.

Richtung Steinbachtalsperre

Richtung Steinbachtalsperre

Ich erreiche die Steinbachtalsperre und habe an diesem schönen Tag Augen zu wenig ob der vielen Besucher mit ihren Fahrzeugen, die neue Fahrbahnen „erfunden“ haben.

Steinbachtalsperre

Steinbachtalsperre

Anschließend fahre ich in einer Schleife an der Burg Schweinheim und Burg Ringsheim vorbei nach Rheinbach, fahre durch den Ort und anschließend eher unspektakulär an Gelsdorf vorbei zu A61 – Auffahrt Innovationspark Rheinland.

Grafschaft-Ringen

Grafschaft-Ringen

21Den Track zum Herunterladen und Nachfahren findet Ihr – wie immer – bei Outdooractive

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