Eifel Motorradtour: Wunderlich und Osteifel

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Osteifel
Eifelidylle (Foto: www.thomashendele.de)

Dieses Jahr fand das Ereignis „Fa. Wunderlich – Anfahrt 2017“ am 20.05. und 21.05. in Sinzig auf dem Firmengelände statt. Grund genug, auch dieses Jahr einen Abstecher dorthin zu machen und den Besuch mit einer kleinen eigenen Ausfahrt zu krönen.

Wir reisen daher auf der A61 an und verlassen die Autobahn an der Ausfahrt Grafschaft-Ringen – mit Blick zum neuen Haribo-Betriebsgelände -, fahren durch Oeverich, Niederich und Leimersdorf und biegen nun links ab, um über die Behelfsbrücke hinauf nach Birresdorf zu fahren. Am Ortsende Birresdorf halten wir uns rechts und fahren somit hinab nach Remagen, wobei wir die deutlich sichtbare Apollinariskirche passieren.

Apollinariskirche Remagen

Apollinariskirche Remagen (Blick von oberhalb)

Die Errichtung der ersten Kirche, die dem heiligen Martin, dem Patron der Franken, geweiht war, lässt sich nicht genau bestimmen. Wahrscheinlich wurde sie im 9. Jahrhundert gebaut. Um das Jahr 1110 errichteten die Benediktiner der Abtei Michaelsberg von Siegburg auf Initiative und mit großer Unterstützung der Bevölkerung von Remagen eine Propstei. Im 13. Jahrhundert gelangten wahrscheinlich die Reliquien des heiligen Apollinaris auf den Berg. Die früheste urkundliche Erwähnung des Heiligen in Remagen stammt aus dem Jahr 1295. Der Sarkophag mit der Hauptreliquie in der Krypta der Kirche stammt aus dem 14. Jahrhundert (Quelle).

Auf der Bundesstraße 9 angekommen halten wir uns rechts und fahren jetzt nach Sinzig.

Innerhalb des Friedensmuseums "Brücke von Remagen"

Innerhalb des Friedensmuseums „Brücke von Remagen“

Wer mag, fährt hinab zur Ludendorff-Brücke, die eher unter dem Namen „Die Brücke von Remagen“ bekannt sein dürfte. Hier befindet sich auch das sehr interessante Friedensmuseum.

Die Fahrt auf der B9 geht weiter nach Sinzig, wobei wir kurz vor Ortsende von der Bundesstraße rechts abbiegen und in einer kleinen Linksschleife weiter zur Firma Wunderlich auf der Kranzweiherstraße fahren.

Anfahrt Wunderlich 2017

Anfahrt Wunderlich 2017

Die im Grunde genommen reichlich vorhandenen Parkmöglichkeiten sind aufgrund des Andrangs schon reichlichst belegt. Wir schauen uns die ausgestellten Motorräder und weiteren Attraktionen an, bevor wir uns wieder auf die Motorräder schwingen und zurück auf die B9 in Richtung Bad Breisig fahren.

Burg Rheineck (Blickrichtung Bonn)

Burg Rheineck (Blickrichtung Bonn)

Ortsausgang Bad Breisig folgen wir dem Hinweisschild nach Gönnersdorf vor der Burg Rheineck und biegen somit rechts ab. Es folgt ein schönes leicht kurvenreiches Wegstück, welches uns – nachdem wir Gönnersdorf passiert haben – weiter nach Waldorf führen wird. Sobald wir hier die A61 unterquert haben, finden sich einige Kurven mehr, die uns teils nah am Fels vorbeiführen werden.

Waldorf Richtung Königsfeld (Seitenansicht)

Waldorf Richtung Königsfeld (Seitenansicht)

Wir kommen jetzt in Königsfeld heraus und biegen am Ende der Straße links in Richtung Schalkenbach ab.

Königsfeld

Königsfeld

Königsfeld wurde am 19. Mai 992 erstmals urkundlich erwähnt, als König Otto III. seinen Getreuen, den Brüdern Sigibodo und Richwin, den Bannforst zu „Cuningesvelt“ schenkte. Am 7. Oktober 1226 übergab König Heinrich VII. dem Gerichin von Sinzige das Patronatsrecht von „Kuningsfelt“. In einer Urkunde aus dem Jahr 1276 wird der Ort „Conixfelt“ genannt. Zu den Sehenwürdigkeiten zählen hier u. a. die Pfarrkirche St. Nikolaus mit ältesten Bauteilen aus dem 13. Jahrhundert und einem stattlichen Westturm. Im Inneren eine Madonna aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Bereits 1226 überträgt König Heinrich VII. dem Gerhard von Landskron die Patronatsrechte über Königsfeld. In der Kirche ist ein Modell ausgestellt, das die ehemalige Stadt mit Stadtmauer und Wasserschloss (abgerissen 1830, die Steine wurden zum Bau des alten Schulgebäudes benutzt) darstellt. Zudem sehenswert ist der geschlossene Dorfkern mit schönen Fachwerkhäusern und ein jüdischer Friedhof am Waldrand (Quelle).

Wir passieren Schalkenbach, Unter- und Obervinxt und fahren in die Höhe. Auf der Kuppe angekommen, machen wir eine kleine Fotopause.

Zwischen Ramersbach und Vinxt

Zwischen Ramersbach und Vinxt

Da uns ein kleines Hüngerchen plagt, fahren wir in Richtung Kempenich und fahren rechts in den Ort Spessart hinein. Dort befindet sich das Hotel / der Landgasthof Zum Bockshahn. Die Inhaber und Betreiber sind Mitglieder des Routenteam Eifel Motorrad.

Zum Bockshahn

Zum Bockshahn

Besonders die neu gestaltete Gartenanlage hat es uns angetan.

Teil der Gartenanlage

Teil der Gartenanlage

Wir bestellen eine leckere Auswahl aus der Speisenkarte samt des obligatorischen „Despresso“ (einem Dessert samt Espresso), halten noch ein kurzes Schwätzchen mit der Familie und fahren mit gefüllten Bäuchen weiter in Richtung Kempenich.

Speisenkarte

Speisenkarte

In Kempenich biegen wir rechts in Richtung Nürburgring ab, um jedoch wenig später die wunderschöne Strecke hinab über Cassel nach Heckenbach rechts hinab zu fahren – wobei wir ganz in der Nähe des Fernmeldeturms Heckenbach-Schöneberg vorbeikommen.

Signalturm bei Cassel

Signalturm bei Cassel

In Niederheckenbach biegen wir links in das Kesselinger Tal ab und passieren auf dem Weg nach Ahrbrück die Auffahrt zum Steinerberghaus, wobei sich hier Serpentine an Serpentine anschließt und auf der Rückfahrt die Bremsen am Motorrad recht heiß werden können.

Steinerberghaus (Bild von einer Wanderung)

Steinerberghaus (Bild von einer Wanderung)

Wir selbst fahren in Ahrbrück rechts in Richtung Altenahr, um an der Ahr entlang wieder mit schönen Sichten zur Autobahn zu gelangen.

Burgruine Are

Burgruine Are (Fußweg erforderlich; kann nicht direkt angefahren werden)

Zwischen den Jahren 1095 und 1105 wurde die Burg erbaut, 1690 von den Franzosen erobert und 1714 endgültig zerstört. Eine Übersicht der Geschichte findet sich zum Beispiel hier.

St.-Anna-Brücke in Laach

St.-Anna-Brücke in Laach

Wir fahren nach Mayschoß und fahren in Laach an der St.-Anna-Brücke vorbei.

Die St.-Anna-Brücke in Laach wurde aus dem Holz heimischer Douglasien gebaut. Nachdem der Bau 2004 begonnen hatte, war die 460.000 Euro teure Brücke vor Ostern 2005 fertig. Im Juli 2005 wurde sie eingeweiht. Insgesamt hat die rund 30 Meter lange Konstruktion eine Durchfahrtshöhe von etwa vier Metern und eine Breite von 3,5 Metern. Alles in allem ist die Brücke sechs Meter hoch. Die Brücke überspannt die Ahr mit einer Länge von 29,20 Metern. Mit ihren gewaltigen Längsträgern gilt die Brücke als größte Ganzstammbrücke Deutschlands. Sie ist Referenzobjekt der Europäischen Holzroute (Quelle).

Ruine Saffenburg Mayschoß (nur über Fußweg zu erreichen)

Ruine Saffenburg Mayschoß (nur über Fußweg vom Bahnhof Mayschoß zu erreichen)

Interessante Informationen zur Burg finden sich hier und auch hier.

Ausblick von der Saffenburg hinab nach Mayschoß

Ausblick von der Saffenburg hinab nach Mayschoß

Mit einem Blick hinab auf Mayschoß führt uns die Fahrt über Dernau nach Bad Neuenahr, wo wir wieder auf die A61 fahren.

Track (GPX), Übersichtskarte etc. finden sich wie immer auf Outdooractive.

1 Kommentare

  1. Julias sagt

    Danke für die tollen Bilder und vor allem für den tollen Blog. Lese hier seit einer Zeit still mit. Bin bei einigen Touren sehr neidisch…..aber ich gönne es euch :)

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