Eifel Motorrad Wegpunkt: Grube Bendisberg

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Impressionen / Osteifel
Eifel Impression (Foto: www.thomashendele.de)

Wir möchten Euch heute einen weiteren „Wegpunkt“  vorschlagen: Das Besucherbergwerk „Grube Bendisberg“ bei Langenfeld in der Eifel – keine 20 Kilometer vom Nürburgring entfernt.

Aus Richtung Nürburgring kommend geht es auf der B412 in Richtung der Autobahn A61, vorbei am Brünnchen und bald rechts in Richtung Arft. Durch Arft durch und weiter nach Langenfeld.
Auch durch diesen Ort durch in Richtung Kirchwald, wobei wir nach etwa einem Kilometer Fahrt nach Ortsausgang Langenfeld auf den ersten Hinweis zur Grube am Straßenrand treffen.

Förderrad am Straßenrand

Förderrad am Straßenrand – aus Richtung Kirchwald gesehen (also von der anderen Seite)

Hier biegen wir auf den schmalen asphaltierten Zufahrtsweg zur Grube ab. Nach etwa anderthalb Kilometer – auch durch den Wald – kommen wir nun an der Zufahrt zur Grube und der Berghütte vorbei.

Zufahrt zur Grube

Zufahrt zur Grube

Der asphaltierte Weg, den wir gekommen sind, führt weiter rechts hinab – auch zu einem Schotterparkplatz in etwa 300 Meter Entfernung. Der Weg, den ihr auf dem Bild oberhalb seht, geht von dieser Zufahrt links ab. Er ist geschottert. Einige wenige Parkplätze befinden sich dort unten allerdings auch an der Berghütte.

Die Eintrittskarten

Die Eintrittskarten

Wir entrichten den derzeit gültigen Preis von 6,- € pro Erwachsenen und bekommen zunächst – als Einstieg – einen kurzen Film und ein Modell der Grube gezeigt. Anschließend geht es mit Berghelm und Lampe zum Eingang der Grube. Wir konnten unsere Sachen im verschlossenen Ausrüstungsraum solange zurücklassen.

Besonders klasse fanden wir ebenso, dass wir – obwohl wir an diesem Sonntag zur ersten Führung die einzigen Besucher waren – dennoch durch die Grube geführt wurden.

Eingang in der Erzbergwerk

Eingang in der Erzbergwerk

Die Grube Bendisberg wurde zwischen 1900 und 1904 erschlossen und betrieben. Nachdem 1903 ein Feuer die Anlagen vernichtete, wurde der Betrieb eingestellt. 1915 wechselte die Grube in den Besitz der Vieille Montagne (Quelle).

Das Licht am Ende des Tunnels

Das Licht am Ende des Tunnels

Die Standardführung durch den mittleren Stollen ist als Rundweg angelegt. Die Deckenhöhe beträgt meist etwa 180 cm, wobei es auch höhere Stellen gibt – ebenso auch niedrigere. Der Helm macht irgendwie Sinn. 😉

Zickzackaufgang (aber nicht Teil des Rundweges)

Zickzackaufgang (aber nicht Teil des Rundweges)

Die Grube ist nicht beleuchtet, so dass auch die am Helm angebrachte LED-Lampe sinnvoll ist.

Rätselgang

Rätselgang

1937 bis 1941 wurde die Grube durch die Altenbergs AG betrieben. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Förderung eingestellt und die Grube stillgelegt (Quelle).

Therapiestollen

Therapiestollen

Ab 1950 wurden wieder Erze in der Grube gefördert – im Jahr 1955 waren dies 4272 Tonnen Haufwerk. Nach erfolgtem Abbau der gewinnungsfähigen Erze wurde 1957 der Grubenbetrieb endgültig eingestellt (Quelle).

Grubentelefone

Grubentelefone

Im April 2010 begannen die Bauarbeiten zur Errichtung eines Besuchergebäudes. Ebenso ist der Ausbau der Stollen weit fortgeschritten. Es wurden Treppe und Leiter als Verbindung zwischen dem unteren, mittleren und oberen Stollen eingebaut. Dadurch sind im Besucherbergwerk die drei Abbauebenen miteinander verbunden (Quelle).

Erze und andere Mineralien

Erze und andere Mineralien

Der Grubenführer, der uns begleitet, nimmt sich viel Zeit, erklärt uns interessante Begebenheiten und beantwortet unsere Fragen.

Unterwegs auf dem mittleren Stollen

Unterwegs auf dem mittleren Stollen

Etwa 55.000 Tonnen Haufwerk von etwa 4 % Zink und 2,4 % Blei ließen eine Produktion von etwa 1.650 Tonnen metallischen Zink und 1.050 Tonnen Blei erwarten (Quelle). Knochenarbeit!

Die Heilige Barbara

Die Heilige Barbara

Barbara von Nikomedien ist u. a. die Schutzpatronin der Bergleute.

Da die Heilige Barbara – der Legende nach – von einem Felsen geschützt wurde, der sich öffnete und sie verbarg, wählten die Bergleute sie zu ihrer Patronin. Unter Tage wurden daher in vielen Bergwerken Schreine eingerichtet, in denen die heilige Barbara dargestellt ist (Quelle). Die Heilige soll Schutz vor Unglücken bieten.

Wieder draußen

Wieder draußen

Nach etwa anderthalb Stunden – inklusive Einführung und ausrüsten – erblicken wir wieder das Tageslicht und blicken in das faszinierende Nitzbachtal. Und wenn wir schon einmal hier sind, essen wir in der Bergmannshütte auch noch gut bürgerlich und familiär.

Weitere Informationen, insbesondere auch zu den Öffnungszeiten und Führungen, erfahrt Ihr auf der Webpräsenz der Grube Bendisberg.

Um Euch die Anfahrt zur Grube ggf. zu vereinfachen, findet Ihr bei Outdooractive auch den Streckenabschnitt vom Nürburgring zur Grube.

Track zur Strecke ›

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