Eifel Motorradtour: Ulmener Maar und Burgruine

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Osteifel / Vulkaneifel
Abendstimmung am Jungfernweiher Ulmen (Foto: www.thomashendele.de)

Ein weiteres Mal führte uns eine Motorradtour in die Vulkaneifel, wobei wir als Ziel die Burgruinen Ulmen und das Ulmener Maar auserkoren hatten. Doch zunächst wollen wir uns an die Osteifel herantasten und starten am Rhein bei Bad Breisig in Höhe der Fähre. Von dort aus geht es durch ein schönes Tal in Richtung Gönnersdorf und etwas später nach Königsfeld. Wir passieren die Autobahn A61 und setzen die Fahrt über Niederzissen – mit einer schönen Weitsicht in die Ferne – nach Wehr fort.

Übrigens: Auch in Wehr befindet sich ein Geysir: ein künstlich angelegter Kaltwasser-Geysir mit einer Fontaine von etwa 40 Meter Höhe – von April bis Oktober täglich ab 11 und 16 Uhr sowie von November bis März täglich ab 11 Uhr (Quelle und Zeitungsbericht).

Von Wehr aus fahren wir zum Waldsee Rieden.

Pause am Waldsee Rieden

Pause am Waldsee Rieden

Der See wurde 1982 künstlich angelegt, ist etwa vier Hektar groß und bis zu acht Meter tief.

Weiter geht es zu den Riedener Mühlen und hier links in Richtung Mayen. Vorbei an weiteren Mühlen fahren wir so am Schloss Bürresheim vorbei, wo wir schon des öfteren vorbeigefahren sind. Wenig später passieren wir auch das Ende 2010 geschlossene – und zum Verkauf bestimmte – Kloster Helgoland.

Kurz durch Mayen hindurch (Tipp: Besuch der Genovevaburg und des Eifelmuseums) halten wir uns jetzt nach Monreal, wo wir an den beiden Burgen – Löwen- und Philippsburg – vorbeifahren.

Wir fahren nun weiter in grobe Richtung Cochem, wobei wir kurz hinter Kaisersesch zum Kloster Maria Martental abbiegen.

Kurze Pause am Kloster

Kurze Pause am Kloster

Schon fahren wir unser Hauptziel des Tages an: die Stadt Ulmen. Am Ort angelangt, fahren wir hinauf zur Burg, wobei wir ein klitzekleines Stück zu Fuß gehen müssen. Auf dem Weg zur Burg schauen wir auf das Ulmener Maar hinab.

Ulmener Maar

Ulmener Maar

Das Ulmener Maar ist mit ca. 11.000 Jahren der jüngste Vulkan nördlich der Alpen und 37 m tief. Die vulkanischen Aktivitäten kann man in Tiefen von mehr als 4 Metern an aufsteigenden Gasblasen erkennen. Das Ulmener Maar hat keinen natürlichen Zu- oder Ablauf. Die beiden Stollen, die heute den Wasserstand konstant halten, wurden im 19. Jahrhundert gegraben (Quelle).

Noch ein paar Schritte und wir sind an der Burgruine angekommen.

Burg(en) Ulmen

Burg(en) Ulmen

Der genaue Zeitpunkt der Errichtung ist nicht überliefert, jedoch wird angenommen, dass die Oberburg um das Jahr 1000 errichtet wurde. Ihre erste urkundliche Erwähnung fand sie 1074. Zum Ende des 12. und zu Beginn des 13. Jahrhunderts beheimatete sie den Ritter Heinrich von Ulmen, von dem die Teilnahme am Vierten Kreuzzug überliefert ist.
1292 wurde dann die Burganlage um eine hangabwärts direkt benachbart gelegene Niederburg erweitert.
In der Zeit von 1679 bis 1689 wurde die Burg mehrfach von Brand und Truppen des Sonnenkönigs Ludwig XIV. schwer beschädigt und schließlich von den französischen Truppen zerstört (Quelle).

Innenhof

Innenhof

Anschließend fahren wir über eine Straße zwischen den Dörfern über Utzerath, Darscheid und Sarmersbach nach Dreis-Brück.
Quasi dem zweiten Ziel unserer Rundfahrt: zum Landgasthof und Bikertreff „Beim Holzschnitzer“. Hier lassen wir uns von Eddy und seinem Team ein leckeres Essen servieren.

Beim Holzschnitzer

Beim Holzschnitzer

Eddy und Familie gehören ebenfalls dem Routenteam Eifel an.

Bäuchlein füllen

Bäuchlein füllen

Das Schinken-Sahne-Schnitzel sah nicht nur gut und viel aus, es hat auch wirklich klasse geschmeckt.

Über Bongard und Bodenbach halten wir uns anschließend in Richtung Trierscheid, um über Wirft und Honerath nach Adenau zu fahren.

Entlang der Ahr

Entlang der Ahr

Entspannt geht es über Dümpelfeld nach Altenahr und wir beschließen, die Rundfahrt entlang der Ahr bis nach Bad Neuenahr abzuschließen, wo wir auf die A61 auffahren.

Track, Übersichtskarte und kleine Tourenbeschreibung findet Ihr auf Outdooravtive. mehr erfahren ›

1 Kommentare

  1. Vielen Dank für diesen tollen Bericht. Da kriegt man richtig Lust auf eine Motorradtour! Leider ist mein Bike in der Reparatur, aber dann wird es bei mir erstmal ein Besuch beim Landgasthof.
    Liebe Grüße!

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