Eifel Motorradtour: Hürtgenwald, Monschau und Blankenheim

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Nordeifel / Osteifel
Monschau (Foto: www.thomashendele.de)

Nachdem wir die letzte Ausfahrt recht kurvenreich gestaltet haben und es zudem auch recht heiß war, war uns diesmal mehr nach kühlendem Fahrtwind. So ging es über Euskirchen in den Hürtgenwald, von dort nach Monschau und über Hellenthal nach Blankenheim.

Wir starten unsere Tour an der Autobahnabfahrt Meckenheim-Merl (A565) und fahren über Rheinbach nach Euskirchen.

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Rast an der Drover Heide

An einem schattigen Plätzchen am Rand der Drover Heide – einem etwa 670 Hektar großem Naturschutzgebiet – machen wir eine erste Rast. Weiter geht es nach Kreuzau, wo wir aufgrund einer Absperrung – Straßenbauarbeiten – einen anderen, als den geplanten Weg fahren. Dies ist aber umso weniger schlimm, da wir nun entlang der Rur nach Untermaubach fahren. So werden wir auf die Burg Untermaubach aufmerksam und machen einen klitzekleinen Abstecher zu ihr hinauf.

Burg Untermaubach

Burg Untermaubach

Wesentliche Teile der jetzigen Burganlage, die wohl dem Hochmittelalter angehört, stammen aus dem 14. Jahrhundert. Die Burg wurde mehrfach erweitert und umgebaut und wechselte einige Male den Besitzer. Seit 1874 gehört die Burg, die nicht zu besichtigen ist, der Familie Graf von Spee, die auch die umliegenden Nutzflächen bewirtschaftet (Quelle). Einen Blick in den Innenhof können wir aber werfen.

Innenhof der Burg Untermaubach

Innenhof der Burg Untermaubach

Der weitere Weg führt uns in Richtung des Ortes Hürtgenwald und hier links auf der Bundesstraße 399 nach Hürtgen. Dort parken wir an einem der beiden Kriegsgräberstätten im Hürtgenwald.

Soldatenfriedhof Hürtgen

Soldatenfriedhof Hürtgen

Der Soldatenfriedhof Hürtgen wurde zwischen 1950 und 1952 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge errichtet. Auf den Gräbern wurden die sogenannten „Kameradenkreuze“ errichtet. Hierbei handelt es sich um Doppelkreuze. Die Doppelreihen der Gräber richten sich alle auf das Hochkreuz aus (Quelle).

Soldatenfriedhof

Soldatenfriedhof

Auf der Kriegsgräberstätte Hürtgen sind 2997 Tote begraben, wovon 524 nicht identifiziert werden konnten. In dem Bereich der Nordeifel, in dem die beiden Kriegsgräberstätten liegen, tobte im Zweiten Weltkrieg die Allerseelenschlacht, bei der sowohl auf deutscher wie auch auf amerikanischer Seite viele Kriegstote zu beklagen waren (Quelle wie vor).

Rotes Haus Monschau

Nachdenklich geht es nun weiter über Simmerath nach Monschau, wo sich – ja genau – eine weitere Baustelle befindet. Wir parken im Ort und gehen zu Fuß in den inneren Bereich. Aber seeeehr langsam. Der Planet brennt. Wir sind genau um 12:00 Uhr dort angekommen und so langsam füllen sich die Plätze.

An der Rur in Monschau

An der Rur in Monschau

1198 wurde Monschau als Mons Ioci zum ersten Mal erwähnt, die genaue Herkunft des Namens ist nicht feststellbar. Urkundlich wurden über die Jahre unterschiedliche Namen beziehungsweise Schreibweisen benutzt. Beispielsweise: 1225 de Munioy, 1226 Monjoje, 1248 de Monsyoge, 1251 de Můns Yoia, 1279 de Munzoyge, 1338 de Muynzie, 1354 de Monyou, 1364 zu Moynschawe, 1384 Monzwauwe, 1429 zu Monschauwe. Vor der Umbenennung durch kaiserlichen Erlass Wilhelms II. 1918 in Monschau hieß die Stadt Montjoie (Quelle).

Uns lechzt es nach Fahrtwind und wir steigen wieder auf den Bock, um nach Hellenthal zu fahren. Auf diesem Weg umfahren wir die Oleftalsperre und passieren sowohl das Wildgehege und die Abfahrt zum Besucherbergwerk Grube Wohlfahrt.

Unser nächstes Ziel sollte Losheimergraben werden. Aber ratet mal. Genau. Strecke gesperrt wegen Baustelle. Macht ja nichts. Geht es halt über Dahlem zum Flugplatz. Bis Dahlem kommen wir auch. Zur Dahlemer Binz ohne weiteres nicht: Baustelle. 😉

So geht es in einer Schleife bis nach Blankenheim, wo sich bekanntermaßen auch die Ahrquelle befindet.

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Auf ein Eis unterhalb der Burg Blankenheim

Und da wir uns schon grob wieder auf der Zielgeraden befinden, haben wir doch Lust auf ein paar ausgeprägtere Kehren. Daher zieht es uns über Ohlenhardt und Pitscheid nach Schuld und weiter bis nach Altenahr, wobei wir links von uns die Burg Kreuzberg hervorragen sehen.

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Burg Kreuzberg (älteres Bild)

Über Altenahr und Dernau geht es nun weiter bis Bad Neuenahr, wo wir auf die Autobahn 61 auffahren.

Track, Übersichtskarte etc. wie immer bei Outdooractive: Mehr erfahren ›

2 Kommentare

  1. Achim sagt

    Hallo Mungo!
    Ich bin gerade durch Zufall hier gelandet… schöner, liebevoll gemachter Blog mit tollen Touren! Ich werde bestimmt ein paar Touren mal nachfahren – wenn denn der Spätsommer 2016 es endlich mal zulässt 😉 Freue mich auf weitere Tourenberichte,
    Grüße aus Aachen
    Achim

    • "Mungo" sagt

      Hallo Achim!
      Lieben Dank für Dein Lob.
      Ich bin ja „nur“ (aber gerne) der Fahrer und Tourenbeschreiber für das Routenteam Eifel, in deren Blog ich hier schreibe.
      Aber es freut mich, wenn Dir die Touren gefallen und ich ein wenig Dein Interesse wecken konnte.
      Zur Zeit haben wir ja etwas Glück mit dem Wetter. Die Saison ist leider bald schon wieder zu Ende und da werden die Touren zum Winter ja eher weniger. 😉
      Ich wünsche Dir allzeit gute Fahrt und vielleicht sieht man sich ja unterwegs.
      LG Mungo

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