Eifel Motorrad Tour Mayen / Mendig – Von Seen, Schlössern & Burgen

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Osteifel
Monreal (Foto: www.thomashendele.de)

Von Schalkenbach in der Verbandsgemeinde Brohltal aus führt uns der Weg durch den Königsfelder Wald zunächst nach Kempenich und von dort aus nach Rieden zum dortigen Waldsee.

Rieden und der Riedener Kessel

Der Ort selbst liegt in einem Talkessel (ehemaliger Vulkankessel, sog. Caldera), der durch Vulkanismus entstanden ist. So befinden sich auf der Fläche der Gemeinde neun Schlackenkegel. Die Entstehung des Riedener Kessels ist vergleichbar mit der des Laacher Sees (Quelle).

Der etwa 1 km südwestlich von Rieden liegende Waldsee Rieden wurde nach zwei Jahren Bauzeit am 29. August 1982 eingeweiht. Der etwa 4 Hektar große künstliche See ist als Talsperre angelegt und wird im Südwesten durch einen Staudamm begrenzt. Dem See ist ein Filterbecken vorgesetzt. Der See erfüllt die europäische Norm als Badegewässer und wird als Badesee genutzt (Quelle wie vor).

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Ein Schluck Heilwasser gefällig?

Weiter geht es in Richtung Mayen, wobei wir kurz zuvor einen kleinen Schlenker zur Heilquelle Volkesfeld machen. Beim „Sauren Buhr“ bei Volkesfeld im Nettetal handelt es sich um eine staatlich anerkannte Heilquelle, deren positive Wirkung regelmäßig klinisch nachgewiesen wird. Die im Jahre 1967 erschlossene Anlage zeigt Heilanzeichen bei Magen-Darm-Erkrankungen, Leber- und Gallenblasenerkrankungen sowie Erkrankungen der harnabführenden Wege. Wer sich an dem leichten Eisengeschmack nicht stört – er verschwindet bereits nach wenigen genossenen Schlucken – genießt den prickelnd-kühlen „Schatz“ aus der vulkanischen Tiefe der Osteifel in vollen Zügen (Quelle).

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Vorbei an Schloss Bürresheim

Nun zieht es uns in die ursprüngliche Richtung nach Mayen, wobei wir nach relativ kurzer Wegstrecke rechterhand das Schloss Bürresheim erreichen. Ebenso wie Burg Eltz und Burg Lissingen ist Schloss Bürresheim eines der wenigen Bauwerke in der Eifel, die einer Eroberung bzw. Verwüstung entgangen ist. Es handelt sich ursprünglich um eine Burg, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde.

Für ein derzeitiges Entgelt von 4,- € pro Erwachsenen finden Führungen statt. Die Öffnungszeiten etc. können auf der Website von Schloss Bürresheim entnommen werden.

Nach diesem unterhaltsamen Stopp geht es nun aber wirklich nach Mayen, wo wir die Möglichkeit haben, der Genovevaburg einen Besuch abzustatten. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt und diente zur Sicherung der Trierer Interessen gegenüber Kurköln.

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Genovevaburg mit Eifelmuseum und Schiefermuseum

In der Anlage ist das Eifelmuseum mit Deutschem Schiefermuseum untergebracht. Es informiert nicht nur über alle Aspekte rund um das Thema Eifel, sondern auch über das Baumaterial Schiefer, mit dem alle Dächer der Burg gedeckt sind. Dazu gehört auch das unter der Burg im Burgfelsen existierende Stollensystem, das museal als Schieferbergwerk gestaltet ist (Quelle).

Zusätzlich ist in der Genovevaburg die mehr als 10.000 Bände[i] umfassende Eifelbibliothek beheimatet. Diese landes- und heimatkundliche Fachbücherei wird gemeinsam vom Eifelverein und dem Mayener Geschichts- und Altertumsverein betrieben und steht jedem Interessierten offen (Quelle wie vor). Unser nächstes Ziel gilt dem Ort Monreal in der Eifel.

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Monreal – ein Kleinod in der Eifel

Die ältesten erhaltenen Siedlungsspuren in Monreal stammen aus vorchristlicher Zeit. Urkundlich erstmals erwähnt wird es 1193 als „Cunisberch“ (Königsberg). Anfang des 13. Jahrhunderts weiteten die Grafen von Virneburg ihren Einflussbereich auf die kleine Siedlung aus. Der Mode der Zeit entsprechend verwendeten sie von nun an den französischen Namen „Monroial“ (= Königsberg). Später wurde daraus der heutige Name „Monreal“ (Quelle).

Der Ort mit seinen beiden Burgen – der Löwen- und Philippsburg – wurde 1632 von schwedischen und 1689 im Pfälzer Erbfolgekrieg von französischen Truppen zerstört (Quelle).

Nach dem Dreißigjährigen Krieg entstand im Ort eine bedeutende Tuchindustrie, gestützt auf die Wolle der großen Schafherden der Eifel. Viele Fachwerk- und Bruchsteinhäuser zeugen noch vom einstigen Wohlstand der Monrealer Tuchmacher. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte die Tuchherstellung wegen der starken internationalen Konkurrenz ihren Niedergang. Für den Ort war dies fatal, Monreal verarmte (Quelle).

Erst in den 1930er Jahren erholte sich Monreal. Damals begann man, den Reiz der romantischen Eifel zu schätzen. Die imposanten Bauten der Tuchmacher bilden einen idyllischen Ortskern. Ein Zeugnis spätgotischer Steinmetzkunst findet sich auf der mittleren Elzbrücke in Monreal: das Löwendenkmal. Ab dem Ende des 15. Jahrhunderts stand es zunächst vor den Toren der großen Burg. Wegen der vier Löwen, die die Zufahrt zur Burg „bewachten“, nannte man die große Burg später auch „Löwenburg“ (Quelle).

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Im Anschluss setzten wir seinerzeit unsere Fahrt in Richtung Cochem an der Mosel fort.

Hier geht es zur Übersichtskarte, dem Track zum runterladen und vieles mehr bei Outdooractive ›

[Fotos: www.thomashendele.de (Beitragsfoto), www.cats-dogs-and-more.com]

2 Kommentare

  1. Uwe Baxmann sagt

    Danke für die schöne Anregung. Der Bericht macht mir Appetit, selbst mal die Tour zu fahren.

    • "Mungo" sagt

      Danke für Deinen Eintrag, Uwe!
      Du kannst ja dann mal schreiben, ob sie Dir tatsächlich gefallen hat.
      LG: Mungo

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