Eifel Motorradtour: Burgenrunde Ahr – Eifel – Mosel

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Osteifel / Vulkaneifel
Niederburg Manderscheid (Foto: www.thomashendele.de)

Zu dieser Tour hatten wir vorsichthalber wieder die wasserdichten Bekleidungsstücke angezogen, da für den Nachmittag Regen gemeldet war und es – mit einem Blick in den Himmel – gut möglich war, dass das Wetter nicht weiß, wann Nachmittag ist.

Als Ziel war die Burg Lissingen bei Gerolstein auserkoren worden. Es handelt sich hierbei um eine der Burgen der Eifel, die nie erobert worden sind – so wie Schloss Bürresheim und Burg Eltz. Letztendlich sind wir jedoch an einigen weiteren Burgen vorbeigefahren.

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Eifel Motorradtour: Kloster Steinfeld und Ahrquelle

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Nordeifel / Osteifel
Blankenheim (Foto: www.thomashendele.de)

Auf früheren Touren sind wir bereits mehrfach am Kloster Steinfeld vorbeigefahren. Für diese Tour waren daher zwei Ziele auserkoren worden: Besuch des Klosters und auf dem Rückweg Stopp in Blankenheim.

Wir beginnen die Tourenaufzeichnung wieder auf der A61 / Kreuz Meckenheim, Abfahrt Gelsdorf, um direkt an der ersten Möglichkeit die anschließende Bundesstraße zu verlassen. So führt uns der Weg zunächst nach Altendorf und hier links nach Hilberath – dem Tor zur Eifel – hinauf.

Zwischen Altendorf und Hilberath

Zwischen Altendorf und Hilberath

In Hilberath angekommen geht es rechts in grobe Richtung Todenfeld, wobei wir jedoch an der ersten Möglichkeit links nach Berg abbiegen.

Richtung Berg

Richtung Berg

Über Freisheim und Maulbach fahren wir nach Scheuren und weiter durch kühlenden Wald hinab nach Bad Münstereifel.

Unterwegs

Unterwegs

Über Nöthen und Pesch fahren wir bis Zingsheim, um hier in Richtung Urft abzubiegen. Vorbei in greifbarer Nähe des ehemaligen Ausweichsitz der Landesregierung NRW geht es nun hinauf nach Steinfeld selbst.

Kurz vor Steinfeld

Kurz vor Steinfeld

Wir sind früh genug da und finden ausreichende Parkmöglichkeiten vor.

Am Kloster Steinfeld

Am Kloster Steinfeld

Kloster Steinfeld ist eine ehemalige Prämonstratenserabtei mit einer bedeutenden Basilika aus dem frühen 12. Jahrhundert.  Obwohl die Anfänge des Klosters bis circa 920 zurückreichen, erfolgte die erste klösterliche Niederlassung in Steinfeld 1070. 1130 wurde es von Prämonstratensern übernommen (Quelle).

Lageplan

Lageplan

Das Kloster wurde ein bedeutendes kirchliches Zentrum im deutschen Reich und hatte zahlreiche Tochterniederlassungen in Europa, zum Beispiel das Kloster Strahov in Prag (Quelle).

Kloster Steinfeld

Kloster Steinfeld

1184 bekam das Kloster Steinfeld den Status einer Abtei. Die Abtei hatte in Köln einen Hof, den Steinfelder Hof nahe der Kirche St. Gereon im Westen von Köln. Hier wurde 1615 vom Abt Christophorus Pilckmann das Collegium Norbertinum gegründet, das zur Vorbereitung und als Wohnort der Ordensangehörigen diente, wenn sie an der alten Kölner Universität studierten (Quelle).

Kloster Steinfeld

Kloster Steinfeld

Im Jahre 1200 wurde auf Bitte des Grafen Heinrich III. von Sayn unter Abt Erenfried nach den Regeln des Prämonstratenserordens ein neuer Konvent gebildet und in das neu gestiftete Kloster Sayn entsandt. Die durchgehende Reihe von 44 Äbten wurde erst 1802 durch die Säkularisation beendet. Danach diente die Anlage verschiedenen weltlichen Zwecken, die Basilika wurde als Pfarrkirche weiter genutzt. Die Anlage wurde 1923 von den Salvatorianern als Kloster übernommen (Quelle).

Kloster Steinfeld

Kloster Steinfeld

Die Klosteranlage befindet sich seit 1923 im Besitz des Salvatorianerordens, der in Steinfeld das Hermann-Josef-Kolleg Steinfeld, ein Gymnasium sowie die private Kunstakademie Kloster Steinfeld und das Franziskus-Jordan-Gästehaus unterhält. Nachdem der Orden bereits zum Ende des Schuljahres 2011/2012 das Internat schließen wollte, konnte dies durch eine Elterninitiative abgewendet werden. Doch die verbleibenden 15 Schüler reichten nicht aus, und das Internat wurde endgültig zum Ende des Schuljahres 2012/2013 geschlossen (Quelle).

Vorbei an der Wildenburg

Vorbei an der Wildenburg

Über Benenberg geht es nun weiter zur Wildenburg, wobei wir beschließen, hier eine gesonderte Motorradtour hin zu machen.

Weiter geht es über Schmidtheim, wobei wir um den Ort aufgrund einer Baustellenumleitung umgeleitet werden (so im Track auch aufgezeichnet). Letztlich erreichen wir die Bundesstraße 51 und biegen hier links und später rechts ab, um in den beschaulichen Ort Blankenheim hineinzufahren.

Ortseinfahrt Blankenheim

Ortseinfahrt Blankenheim

Vorbei an der Ahrquelle halten wir im Ort an und machen erst einmal eine Mittagspause.

Links geht es zur Ahrquelle

Links hinter der Statue geht es zur Ahrquelle

Bäuchein füllen

Bäuchein füllen in Blankenheim

Mit einem Schlenker über Rohr geht es anschließend nach Tondorf, um hier rechts nach Falkenberg abzubiegen. So passieren wir Hümmel und Marthel und legen eine kleine Rast ein.

Rast hinter Marthel

Rast hinter Marthel

Über Pitscheid fahren wir anschließend nach Schuld.

Schuld in der Eifel

Schuld in der Eifel

In Dümpelfeld biegen wir links in Richtung Altenahr ab, um dort über die Umgehungsstraße wieder zum Kreuz Meckenheim zu fahren.

Zwischen Kalenborn und Esch

Zwischen Kalenborn und Esch

Den Track zum Herunterladen, eine Übersichtskarte und weitere Informationen gibt es – ebenso wie immer – bei Outdooractive.

 

Eifel Motorradtor: Bertradaburg und Manderscheider Burgen

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Osteifel / Vulkaneifel
Manderscheider Burgen (Foto: www.thomashendele.de)

Ein weiterer schöner Tag im April 2017 musste einfach genutzt werden, um eine weitere Motorradtour durch die Eifel durchzuführen.
Bei der Planung zuvor hatte ich mir ausschließlich das Ziel bzw. den Wendepunkt der Ausfahrt ausgesucht: die Bertradaburg in Mürlenbach. Hin und zurück haben wir uns einfach treiben lassen.

Auf dem Weg zur Bertradaburg

Auf dem Weg zur Bertradaburg

Der Einfachheit halber starten wir wieder in Bad Neuenahr, nachdem wir von der A61 auf die A573 abgebogen sind. So folgen wir dem Ahrtal bzw. der Ahr auf unserer Ausfahrt nun ein gutes Stück entgegen der Fließrichtung.

Ruine Saffenburg bei Mayschoß (Ahr)

Ruine Saffenburg bei Mayschoß (Ahr)

Wir passieren hierbei neben der Ruine Saffenburg (nur zu Fuß zu erreichen) auch die Burg Are (ebenfalls nur zu Fuß erreichbar).

Burg Are in Altenahr

Burg Are in Altenahr

In Dümpelfeld angelangt, biegen wir rechts in Richtung Schuld bzw. Blankenheim ab. In Schuld befindet sich übrigens eine – noch nicht zugänglicheRömervillaIm Laufe der kurvenreicheren Fahrt kommen wir in Müsch an, biegen zunächst rechts ab, um jedoch kurz vor Ahrdorf links in Richtung Ahrhütte weiterzufahren.

Burgruine Kerpen (Eifel)

Burgruine Kerpen (Eifel) – Bild von einer früheren Wanderung.

So fahren wir in Sichtweite an der Burg Kerpen vorbei – auch hier ist ein Fußweg in Kauf zu nehmen.

Wir erreichen nun den Ort Gerolstein und fahren hier auch unterhalb eines Teils der Felsen vorbei, bevor es nun nach Lissingen geht.
Im weiteren Verlauf passieren wir Birresborn. Direkt an der Abzweigung nach Kopp (hier ist das Wolffhotel zu finden) befindet sich das Hotel zur Krone – einem weiteren Routenteammitglied von Eifel Motorrad.

Bertradaburg Mürlenbach

Bertradaburg Mürlenbach

Recht bald haben wir jetzt die Bertradaburg in Mürlenbach erreicht und machen den kurzen Schlenker von der Hauptstrecke hinauf zur Burg.

Weitsichten

Weitsichten

Die Burg wurde auf den Resten eines römischen Kastells errichtet, das vermutlich zum Schutz der Römerstraße Trier–Köln diente. In der Burg soll nach örtlicher Überlieferung Bertrada, die Mutter Karls des Großen gelebt haben, was auf seine Geburt etwa 747 schließen lässt. Die Existenz der Burg wird erst im 13. Jahrhundert als Landesfestung der gefürsteten Reichsabtei Prüm urkundlich nachgewiesen, es sprechen jedoch archäologische Befunde für Vorgängerbauten der Burganlage (Quelle).

Bertradaburg Innenhof

Bertradaburg Innenhof

Nachdem 1794 bis 1802 das Kloster Prüm durch die französischen Revolutionstruppen besetzt und beschädigt wurde, kam die Burg Mürlenbach durch die Säkularisierung in Privatbesitz und wurde versteigert (Quelle wie vor).

Gang zurück zum Parkplatz

Gang zurück zum Parkplatz

Ende des 20. Jahrhunderts wurden die noch erhaltenen Burgmauern und Gebäude restauriert und vor allem das in staatlichem Besitz stehende 30 Meter hohe ruinöse Doppelturmtor durch staatliche Mittel wiederhergestellt. 2009 wurden den neuen Eigentümern Zuschussmittel aus den Haushalten des Bundes und des Landes Rheinland-Pfalz zur Sicherung und Instandsetzung des fünf Meter starken Süd-West-Rondells aus dem 16. Jahrhundert bewilligt. Die aus dem 13. Jhd. stammende Schildmauer wurde ebenfalls mit Fördermitteln des Landes Rheinland-Pfalz saniert (Quelle wie vor).

Letzter Blick

Letzter Blick

Wir steigen wieder auf das Motorrad und setzen jetzt die Fahrt in Richtung Wallenborn fort, um dort den Wallenden Born bzw.  „Brubbel“ aufzusuchen.

Es handelt sich um einen Kaltwassergeysir , der neben dem 2006 reaktivierten Geysir Andernach ein aktiver Kaltwassergeysir in Deutschland ist, der im Gegensatz zu diesem ohne technische Kontrolle und Hilfsmittel ausbricht. Als wir dort ankommen, sind jedoch schon „Heerscharen“ von Besuchern dort und wir beschließen weiterzufahren.

Eigentlich war nun geplant, weiter über Daun zu fahren. Ich lese jedoch „Manderscheid“. Das Wetter ist hervorragend. Zeit ist genügend vorhanden. Also Planänderung eingeleitet. So fahren wir nun über Schutz nach Manderscheid, die Kehre hinab und parken direkt am Zugang zur Niederburg in Manderscheid.

Niederburg Manderscheid

Niederburg Manderscheid

Zuletzt sind wir im Hochsommer 2016 hier vorbeigefahren. Heute sollte die „Eroberung“ stattfinden. So bezahlen wir das geringe Entgelt in Höhe von 2,- € pro Person für die eigenständige Burgbesichtigung.

Blick auf die Oberburg Manderscheid

Blick auf die Oberburg Manderscheid

Die Oberburg befindet sich auf einer zu ihrem Bau abgeflachten Bergspitze. Sie besaß, wie heute noch an den Ruinen zu erkennen ist, eine fast dreieckig angelegte Außenmauer und einen inzwischen wieder begehbar gemachten fünfstöckigen Bergfried. Vom Bergfried aus hat man eine hervorragende Aussicht auf die Niederburg, die Stadt Manderscheid und die Landschaft des Liesertals (Quelle).

Besichtigung Niederburg

Besichtigung Niederburg

Die Niederburg liegt auf einem Felsen im Liesertal unterhalb der Oberburg in Steinwurfweite zu dieser. Sie ist aber durch das Flüsschen Lieser, das die Niederburg von drei Seiten umgibt, von der Oberburg getrennt. Diese Tallage hatte einst den Vorteil, den Verkehr kontrollieren und im Konfliktfall absperren zu können (Quelle).

Hinab zum Ausgang

Hinab zum Ausgang

Die Ruine der Niederburg befindet sich seit 1899 im Besitz des Eifelvereins und wird von diesem langsam, aber kontinuierlich restauriert. Nach der Stärkung mit Kaffee und selbst gebackenen Kuchen verlassen wir die Burg wieder in Richtung Motorrad.

Holzmaar

Holzmaar – kurzer Fotostopp

Weiter geht es nun zum Holzmaar mit einer Größe von knapp unter 7 ha bei einem Durchmesser von 325 m und einer Tiefe von 21 m und von dort aus in grobe Richtung Nürburgring, wobei wir kurz vor Welcherath rechts nach Boos abbiegen.

Booser Maar

Booser Maar – eines zumindest; der Weiher

Die beiden in Boos befindlichen Maare bilden große, von Tuffwällen umgebene kreisrunde Kessel, die auf einer Westsüdwest-Ostnordost verlaufenden Linie liegen und so dem variszischen Streichen des Untergrunds folgen. Das westsüdwestliche Maar hat einen Durchmesser von etwa 700 m und ist zwischen 30 und 60 m tief, das ostnordöstliche ist zwischen 650 und 700 m groß und besitzt eine Tiefe von 50 bis 87 m. Die beiden Mulden sind sehr feucht, so dass es immer noch Stellen gibt, die dauerhaft eine Wasseroberfläche haben. Die Wasserflächen wurden früher als Fischweiher genutzt, die jedoch später verlandeten und als Wiesen und Äcker dienten. Heute befindet sich im westsüdwestlichen Maar wieder ein Fischweiher, der Booser Weiher (Quelle).

Booser "Eifelturm"

Booser „Eifelturm“

Auf der Anfahrt zum Booser Weiher sieht man übrigens linkerhand den so genannten „Booser Eifelturm“ auftauchen – ein 25 Meter hoher Aussichtsturm, der über Teile der Eifel und sogar des Westerwaldes blicken lässt. Wer ihn aufsuchen will, fährt ein kleines Stück weiter, bis er links den Wanderparkplatz des „Traumpfades Booser Doppelmaar“ auftauchen sieht. Von dort aus ist der Turm fußläufig erreichbar.

Heimfahrt

Heimfahrt

Vorbei an Mayen passieren wir die Auffahrten auf die A61 – sowohl in Richtung Koblenz, als auch in Richtung Köln. Wir selbst fahren jedoch am Laacher See vorbei und durch das Brohltal zurück.

Die Route, die Übersichtskarte, der Track zum Herunterladen etc. findet sich wieder hier bei Outdooractive.

Hotels des Routenteam Eifelmotorrad in der Nähe / an der Tourenstrecke:

direkt an der Strecke:
> Hotel zur Krone in 54574 Birresborn, Mürlenbacher Straße 1

in relativer Nähe zur Strecke:
> Wolffhotel in 54574 Kopp, Birresborner Str. 8
> Landhaus Müllenborn in 54568 Gerolstein-Müllenborn, Auf dem Sand 45
> Sporthotel und Resort Grafenwald in 54550 Daun, Im Grafenwald